Eine meiner treuesten Leserinnen ist Friederike, deren Blog Fliederbaum ich seit vielen Jahren gern lese. Nun macht sie bei Zorra ein Blogevent und natürlich steuere ich da gern etwas bei. Vor allem gefällt mir das Thema sehr gut, denn noch bin ich gefangen in den ganzen Winterrezepten, die doch recht schwer daherkommen.
Jeon kommt aus der koreanischen Küche, wo es ein Klassiker und immer Teil von Menüs ist. Es bedeutet "flach gebacken" und wird mit Gemüse (meist Kimchi) und/oder Meeresfrüchten zubereitet. Der Pfannkuchen ist außen knusprig, innen flaumig, bringt einen Hauch Schärfe und ist insgesamt ein wunderbares Wohlfühlessen, das ich nun zu einem Standardrezept in meiner Küche erkläre. Jeon haben nämlich den Vorteil, dass man sie mit allen möglichen Gemüseresten zubereiten kann. Mein Rezept ist wieder einmal eine Mischung aus vielen Rezepten, die ich im Netz gefunden habe.
Zur Mayo: Kewpie ist eine wirklich gute Mayo. Ich habe die mittlerweile immer im Kühlschrank als Standardprodukt, wenn ich mal nur einen oder zwei Löffel Mayo brauche. Hier hat sie auch den Vorteil, dass sie eine sehr kleine Öffnung hat und man feine Linien über die Palatschinken ziehen zu können.
200 g Rotkraut
2 Eier (mittelgroß)
2 EL Sojasauce
1 Zehe Knoblauch, gehackt
2 EL Gochujang (mittelscharfe koreanische Chilipaste)
35 g Mehl
35 g Kartoffelstärke (ersatzweise Maisstärke)
2 EL Mayonnaise
2 EL Röstzwiebeln (Fertigprodukt aus dem Asialaden)
Zum Servieren:
Jakobsmuscheln
Rotkraut sehr schneiden. Am besten mit der Gemüsehobel in Streifen hobeln, die Streifen einige Male durchschneiden. Den weißen Teil der Frühlingszwiebel hacken, das Grün in feine Ringe schneiden. Ein wenig vom Grün zur Deko beiseite stellen. Die Wurzelgemüse raspeln.
Die Eier verquirlen, Sojasauce und Gochujang unterrühren. Beide Mehle, Backpulver und restliche Gewürze einrühren. Das Gemüse mit dem Teig gut mischen.
Backrohr auf 70 Grad vorheizen. Pfanne (beschichtet) mit ca. 20 cm Durchmesser mit einem Löffel Öl erhitzen. Etwa ein Viertel der Gemüsemasse hineinschöpfen und flach drücken. Bei mittlerer Hitze 5 min. backen. Jeon auf einen Teller gleiten lassen. Wenn nötig, noch Öl in die Pfanne geben. Dann den Pancake kopfüber zurück in die Pfanne kippen. Noch einmal 5 min. braten. Den fertigen Pancake im Rohr warm halten. Mit dem restlichen Teig genau so verfahren, bis die 4 Jeon fertig sind.
Währenddessen die Jakobsmuscheln in Öl auf jeder Seite je 2 min. braten. Auf keinen Fall zu lang braten, sonst werden sie zäh.
Fertige Jeons mit den Röstzwiebeln bestreuen. Ein Muster mit der Mayo zeichnen. Mit Frühlingszwiebeln bestreuen. Mit den Jakobsmuscheln servieren.

Das sieht sehr gut aus!! Muss ich ausprobieren! Solche Pfannkuchen sind noch neu für mich, genauso wie das japanische Okonomiyaki (ist doch ähnlich, zumindest optisch, oder?). Mir gefällt, dass man vielerlei Gemüse(reste) unterbringen kann.
AntwortenLöschenEs freut mich sehr, dass du beim Blogevent dabei bist! lg
Ja, genau Okonomiyaki geht auch ähnlich, in Singapur habe ich eine Variante mit Kimchi gegessen, also scheint das in weiten Teilen Asien verbreitet zu sein. Ich mach damit nun kulturelle Aneignung ... ;)
LöschenHallo Susi,
AntwortenLöschenmit Kimchi hatte ich mal einen dünnen Pfannkuchen gemacht, aber der war etwas anders. Liest sich eigentlich genial, vor allem mit den vielen Versionen, die man ausprobieren kann. Und mit Jakobsmuscheln sowieso! :-)
Die Mayo muss ich mir auch mal wieder besorgen, die ist echt gut. Danke fürs Erinnern.
Liebe Grüße
Barbara
Genau, mit Kimchi hab ich diesen Pfannkuchen auch schon gemacht - findet man sogar hier am Blog.
LöschenDie Mayo gehört mittlerweile zu meiner Standardausrüstung in der Küche.
Mal eine ganz andere Art von Pfannkuchen. Das Gemüse gleich dabei, das gefällt mir.
AntwortenLöschenJa, das ist echt unkompliziert.
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